Komposition und Vernetzung der Elemente


 

Durch das Angebot von Pflanzenkombinationen (siehe   „Pflanzenpakete“) wollen wir Ihnen eine Hilfestellung bei der Pflanzenzusammenstellung für einzelne Gartenteile geben. Die Vernetzung dieser Gartenelemente ist jedoch vom jeweiligen Garten und der Lage der darin stehenden Gebäude, der Wegeführung sowie dem Verhalten der Gartennutzer abhängig.

Das harmonische Gesamtbild eines Gartens wird entscheidend von den Übergängen zwischen, beispielsweise zwei Pflanzungen, zwischen Pflanzung und Pflaster- fläche, Gebäude und Beet, Weg und Hecke geprägt. Vermeiden Sie harte Kanten und lassen Sie sich vielmehr von der Natur leiten. Der natürliche Aufbau des Waldrandes ist ein schönes Beispiel für einen fließenden Übergang zwischen den hohen Bäumen und den niedrigen Gräsern der angrenzenden Wiese. Die Gehölze und Stauden des Waldrandes bilden mit ihrer abnehmenden Höhe zur Wiese hin eine harmonische Verbindung beider Biotope, ein abruptes Zusammentreffen von Wiese und Wald hingegen ist naturfern und menschengemacht.

Ein anderes Beispiel ist der Teich im Garten, der ohne Sumpfzone und Anbindung an ein Stück ungemähte Wiese, wie so oft zu sehen mit hartem Rand und inmitten einer Rasenfläche, fremd und wie nicht dazugehörig daliegt und den Namen Biotop so nicht verdient. Denn gerade die Übergangsbereiche und Saumbiotope haben den größten Artenreichtum und sind damit am wertvollsten. Auch müssen wir bedenken, dass viele Tiere verschiedene Lebensräume benötigen, so z. B. viele Amphibienarten das Wasser im Larvenstadium, insektenreiche Wiese und Hecke als fertig entwickelte Tiere im Sommer, im Winter hingegen Unterschlupfmöglich- keiten in Mauerfugen oder Steinhaufen, Totholz- oder Laubverstecken. Nur wenn wir ihnen all das bieten können, dürfen wir mit einer dauerhaften Ansiedlung rechnen. Sinngemäß das Gleiche gilt auch für die meisten Singvogelarten, besonders aber für die Insekten, an deren schönsten Vertretern, den Schmetterlingen, wir uns nur erfreuen können, wenn für sie der Tisch reich gedeckt ist mit den passenden Blütenpflanzen und wir ihre Kinder, die Raupen, ertragen, die ihrerseits auch auf bestimmte Futterpflanzen angewiesen sind.

So passen Harmonie und Naturnähe bestens zusammen, was bedeutet, dass wir mit den der Natur abgeschauten Übergängen auch großen Artenreichtum geschaffen haben. Und auch die uns innewohnende Sehnsucht nach Natur kann nur mit einem Garten befriedigt werden, der ihre Gesetze berücksichtigt.

 

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"Ein Garten für Vögel"
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