Heckensäume


 

Die schönste Hecke fügt sich nur richtig in den Garten ein, wenn sie von einem blühenden Saum von mindestens einem halben, besser einem bis zwei Metern Breite begrenzt wird. Dies kann ein Streifen Blumenwiese sein oder ein Beet mit passenden Stauden. Die typischen Heckenbegleiter bevorzugen garen humosen Boden, der sich aber erst nach 5 bis 10 Jahren unter den Sträuchern einstellt, sofern man das Laub im Herbst liegen lässt. Bei Neuanlagen mit rohem Boden ist für das erste Jahr eine Gründüngung, z. B. mit Phacelia (Bienenweide) oder die Mischung „Bunter Saum“ zur Bodenlockerung zu empfehlen. Phacelia sollte bei einer Wuchshöhe von 30 cm und vor der Samenreife in den Bodeneingearbeitet werden. Die Fläche kann dann zwei bis drei Wochen später bepflanzt werden. Der „Bunte Saum“ blüht über das ganze Jahr und sollte vor der eigentlichen Bepflanzung entweder eingearbeitet oder gemäht und das Mähgut abgeräumt werden. Die einjährigen Pflanzen haben sich dann ausgesamt und kommen im nächsten Jahr wieder, was bei der Auswahl der Staudenpflanzung berücksichtigt werden muss. Es müssen also hohe Stauden gepflanzt werden, die sich gegenüber den „Einjährigen“ durchsetzen können. Wenn man dies nicht will, muss man sich für die Einsaat von Phacelia entscheiden.

Typische Heckenbegleiter sind viele Frühblüher, die das Sonnenlicht nutzen, solange die Gehölze noch unbelaubt sind. Aber auch einige Herbstblüher haben sich an den Laubfall angepasst. Eine 2 - 3 cm dicke Mulchdecke aus Laub oder Holzhäcksel im Winter schützt den Boden und die darin ruhenden Pflanzen. Das Schnitt- gut der Sträucher kann an einigen Stellen in lockeren Haufen aufgeschichtet werden und bietet den Tieren Nist- und Überwinterungsplätze. Viele heimische Tier- arten sind Bewohner von Heckensäumen, so z. B. viele Schmetterlingsarten. Tagsüber laben sie sich am Nektar der Blütenpflanzen, nachts verstecken sie sich in der Hecke. Aber auch viele Vogelarten sind auf Hecken mit ihren bunten Säumen angewiesen. Nicht zuletzt stellen Hecken und Heckensäume wichtige Wander- wege für zahlreiche Tierarten, darunter auch viele Gartennützlinge dar (siehe Tipps zu  „Komposition und Vernetzung“).

 

 

Helleborus niger - Christrose