Die Gärtnerei

Der Anfang [1986–1994]

1986 erwarben wir im Herzen des rheinhessischen Hügellandes, in der Nähe der Kreisstadt Alzey das Grundstück, auf dem unsere Wildstaudengärtnerei bis heute zu finden ist.

Das naturbelassene Grundstück hatte zu diesem Zeitpunkt eine Fläche von 1 ha und seine Beschaffenheit und Lage brachte uns auf den Gedanken, hier vielleicht irgendwann einmal eine Gärtnerei zu gründen. In der Zwischenzeit ist die Fläche der Gärtnerei auf 1,8 ha angewachsen. Auf diesem Grundstück gibt es einen natürlichen Bachlauf, es gab von Anfang an einen alten Baumbestand und gut eingewachsene Wildgehölzhecken. Wir haben dann weitere 3500 Bäume und Sträucher gepflanzt und zu keinem Zeitpunkt mineralische Dünger oder chemische Spritzmittel eingesetzt. Dadurch entstand auf dem Grundstück ein biologisches Gleichgewicht. Ein Vorteil, den wir bei der Gründung der Gärtnerei sehr gut nutzen und ausbauen konnten. Bis heute ist das Gelände immer in Veränderung. So wird der ökologische Wert immer weiter gesteigert.

Im Jahr 1990 begannen wir Naturgärten zu bauen. Bei unseren regelmäßigen Treffen im Naturgarten e.V. diskutierte die Gruppe immer wieder über die Schwierigkeiten bei der Beschaffung heimischer Pflanzen. Bei diesen Diskussionsrunden reifte bei uns der Gedanke und der Entschluss die Vermehrung, Anzucht und den Verkauf von Wildpflanzen selbst in die Hand zu nehmen. Es sollte noch bis Mitte 1993 dauern, bis wir unsere Idee in die Praxis umsetzten und unsere Gärtnerei für Wildstauden und Wildgehölze zunächst noch nebenberuflich entstand. Die erste größere Pflanzenversandaktion erfolgte im Jahr 1994 in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Kraut & Rüben“. Durch den großen Erfolg dieser Aktion wurden wir in unserer Idee bestätigt und begannen Ende 1994 unsere Gärtnerei in Alzey aufzubauen. In der Zeit von der ersten Idee bis zur Geschäftsgründung hat uns unser Freund Reinhard Witt, Biologe und Verfasser vieler Naturgartenbücher immer ermutigt, diesen Weg zu gehen. An dieser Stelle ein „Danke schön“ dafür.

Was seitdem geschah:

Seit September 1997 sind wir Mitglied im Bioland Landesverband Rheinland-Pfalz / Saarland.

Im Herbst 1998 erhielten wir die Anerkennung als Biolandbetrieb. Seitdem unterliegen wir einer jährlichen Kontrolle durch eine unabhängige Kontrollstelle.

1999 wurden wir der erste geprüfte „Fachbetrieb naturnahes Grün für Wildpflanzen“. Nach den strengen Richtlinien des Naturgarten e. V. erhielten wir das Gütesiegel u. a. für:

2001 haben wir Anteile an einer Windkraftanlage, die in der Nachbarschaft unserer Gärtnerei gebaut wurde, gekauft und produzieren seitdem sozusagen unseren Strom selbst.

2002 nahmen wir unsere 24 m² große Solaranlage in Betrieb. Seitdem beheizen wir unsere Anzuchtsgewächshäuser umweltschonend und haben den CO2 – Ausstoß der Heizung um 75 % reduziert. Ein weiterer Schritt, um mit der Umwelt pfleglich umzugehen.

Nach einer 3-jährigen Umbauzeit haben wir es 2003 geschafft, die Bewässerung der Pflanzfläche auf wassersparende Mattenbewässerung umzustellen. Dabei stehen die Pflanzen auf einer wasserspeichernden Vliesmatte und werden über einen Schlauch, der gleichmäßig Wasser abgibt von unten versorgt.

2005/2006 wir haben zwei große Wasserreservoirs mit insgesamt 800 m³ Fassungsvermögen gebaut. Jetzt sind wir bestens gerüstet für heiße und trockene Sommer. Außerdem wurde ein Großteil der Pflanzenquartiere mit Schattierungen versehen. So wird die Verdunstung verringert und wir sparen noch mehr Energie und Wasser.

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