Böschungen sichern


 

Die wenigsten Gärten sind völlig eben. Unebenes Geländeprofil muss aber kein Nachteil sein - im Gegenteil! Gärten mit Höhen und Tiefen sind meist interessanter und abwechslungsreicher, so dass Gartenarchitekten in flachen Gärten nicht selten künstliche Hügel aufschütten oder vertiefte Plätze schaffen. Die Planung des besten  Geländeverlaufs ist nicht ganz einfach. Einige Faustregeln sollten Sie auf alle Fälle beachten, z. B., dass der Teich an der tiefsten Stelle des Geländes am natürlichsten wirkt, dass ein schräges Grundstück besser in mehrere Terrassen gegliedert wird, dass unebenes Gelände den Garten eher größer erscheinen lässt, zu steile Böschungen unnatürlich wirken und anderes, wozu man sich am besten Anregungen aus fertigen Gartenanlagen holt.

Zum Abstützen von Böschungen gibt es verschiedene Methoden. Je nach Beschaffenheit des Bodens und abhängig vom Böschungswinkel kann eine Bepflanzung mit stark wurzelnden Pflanzen ausreichend sein. Bis das Erdreich nach zwei bis drei Jahren ausreichend durch die Wurzeln gesichert ist, können Faschinen, Flechtwerke und andere Hilfskonstruktionen eingesetzt werden.

Bei Gartenumgestaltungen können auch die Wurzelstubben und Stämme gefällter Bäume als Böschungssicherung dienen und zudem Tieren Unterschlupf bieten.

Steilere Böschungen müssen mit Mauern gesichert werden, Holzpalisaden sind trotz Imprägnierung meist nach zehn Jahren verrottet. Schöner als die überall zu sehenden Betonpflanzsteine sind Trockenmauern aus Natursteinen, aber auch teurer in der Anschaffung und arbeitsintensiver im Bau. Dafür sehen sie auch im Winter noch schön aus, wenn die Blütenpracht in den Pflanzsteinen längst dahin ist und bieten zahlreichen Tierarten Unterschlupf und Lebensraum.